Freitag, 22. Juni 2012

Berufsstarterbonus

Der frühe Vogel fängt den Wurm, auch bei der Altersvorsorge mit Riester. Berufsstarter verfügen über einen nur geringen finanziellen Spielraum. Meistens müssen von der Ausbildungsvergütung auch Miet- und sonstige Kosten bestritten werden. Dennoch besteht ein lukratives Angebot seitens des Staates, bereits mit sehr geringen Beträgen eine zusätzliche staatliche Förderung zu erhalten. Die Riester-Rente hat grundsätzlich den Nachteil, dass sie nur für die Stärkung der privaten Altersvorsorge geeignet ist, dennoch sollten insbesondere Berufsstarter sich frühzeitig hiermit vertraut machen und einen möglichst renditestarkes Angebot auswählen.


Im ersten Jahr der Berufstätigkeit reicht es bereits, lediglich den Sockelbetrag von 60 € auf seinen Riester-Vertrag einzuzahlen, was einem monatlichen Aufwand von lediglich 5 € entspricht, um einerseits den einmaligen Berufsstarterbonus von 200 €, andererseits die volle staatliche Altersvorsorgezulage von 154 € zu erhalten. Später kann der monatliche Betrag bei einem höheren Einkommen flexibel angepasst werden, um sich weiterhin die maximale Zulage zu sichern und die staatliche Förderung insgesamt durch Steuervergünstigungen zu optimieren. Hierzu ist kein weiterer Altersvorsorgevertrag notwendig. Der bestehende Riester-Vertrag wird lediglich flexibel an die individuellen Bedürfnisse angepasst. Möglich ist dies insbesondere, wenn man Fonds, die für die Riester-Rente als Sparplan zertifiziert sind, auswählt. Fondspolicen als Riester-Vertrag bieten ebenso wie Riester-Fonds nach allgemeinen Erfahrungen auf lange und sehr lange Sicht die höchsten Renditechancen, da sie zu einem maßgeblichen Anteil auf Aktien setzen. Gegen Ende der vereinbarten Laufzeit, wenn der Beginn des Ruhestands zunehmend in Blickweite gelangt, wird grundsätzlich automatisch auf risikolosere Anlagen umgeschichtet, um Verluste auf der Zielgeraden minimieren zu können. In aller Regel sind fondsgebundene Versicherungen allerdings mit höheren Kosten für den Anleger belastet als reine Riester-Fonds, die als Sparplan zur Verfügung stehen.

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Dienstag, 20. Dezember 2011

Zinseszinseffekt frühzeitig nutzen

Wer ein rentenversicherungspflichtiges Einkommen erzielt (alle Azubis, darüber hinaus Studenten, die nebenbei einen Midijob oder einen Minijob ausüben, bei dem sie auf Antrag auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichten), sollte sich darüber hinaus mit den Vorzügen und Nachteilen der Riester-Rente auseinandersetzen. Interessant ist hierbei zum Einen die stattliche staatliche Riester-Förderung, zum Anderen die Beitragsgarantie für alle Einzahlungen zum Ende der Sparphase. Die Riester-Rente kann, muss aber nicht zwangsläufig in Form einer Versicherung abgeschlossen werden. Bei sehr langen Verträgen für die private Altersvorsorge bietet es sich tendenziell an, mit renditeorientierten Riester-Fonds absehbare Lücken in der Zeit nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Erwerbsleben zu schließen. Je früher man anfängt, desto eher fängt der Zinseszinseffekt zu wirken, und desto niedriger stellt sich unter sonst gleichen Umständen auch der notwendige finanzielle monatliche Aufwand dar. Auf Sicht über mehrere Jahrzehnte macht auch Kleinvieh ungemein Mist.

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