Mittwoch, 13. August 2014

Versicherungssparen


Versicherungssparpläne werden nicht, wie der Name vermuten lässt, von Versicherungsgesellschaften angeboten, sondern von Kreditinstituten. Es handelt sich um Ratensparverträge mit meist längerer Laufzeit von 8 bis 25 Jahren. Das besondere Merkmal ist ein eingeschlossener Versicherungsvertrag. Da die Laufzeit und damit die Spardauer von vorn herein zwischen Bank und Kunde ebenso festgelegt wird wie die vergüteten Zinsen und ein möglicher zeitlich gestaffelter zusätzlicher Bonus auf die jährlichen Zinsen, lässt sich die Endsumme bei Fälligkeit bereits bei Vertragsabschluss berechnen.

Eben dieses Sparziel wird durch die enthaltenen Versicherungen dadurch abgesichert, dass bei Eintritt bestimmter festgelegter Ereignisse wie Tod, längere Krankheit oder fortwährende Arbeitslosigkeit der Versicherungsfall eintritt und die Versicherungsgesellschaft die ausstehenden Sparraten bzw. die Differenz zum plangemäßen Sparziel übernimmt. Es empfiehlt sich allerdings, bei derartigen lang laufenden Verträgen vor Vertragsabschluss einen ausführlichen Kostenvergleich durchzuführen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man einen derartigen Versicherungsschutz nicht im Rahmen von Sparverträgen abschließt, sondern in Zusammenhang mit Finanzierungen aller Art, also vom Ratenkredit bis hin zur Baufinanzierung ohneEigenkapital. Unabhängige Finanzdienstleister sind in jedem Fall eine gute Anlaufstelle für einen Überblick.

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Dienstag, 11. Dezember 2012

Preis- und Qualitätsunterschiede

Wenn man mehrere Versicherungen miteinander vergleicht und sich hierbei auch vergewissert, dass beide Produkte von derselben Gattung sind und bei oberflächlicher Betrachtung dieselben Leistungsmerkmale und auch identische Versicherungssummen aufweisen, können sich dennoch nicht unerhebliche Unterschiede hinsichtlich der erhobenen Versicherungsprämien ergeben. Zuschläge, die eine Versicherungsgesellschaft als Risikozuschlag angesichts der individuellen Risikoeinschätzung in Bezug auf den Eintritt eines Leistungsfalls während der Laufzeit verhängt, zum Beispiel bei einer Risiko-Lebensversicherung anlässlich einer privaten Baufinanzierung, sind eine mögliche Ursache, die man im Einzelfall mitunter im Vorfeld eines Abschlusses durch anonymisierte Voranfragen ermitteln und somit gegebenenfalls mindern oder gar vermeiden kann. Der häufigere Fall ist jedoch, dass ein Vergleich schwierig ist, wenn es darum geht, die Leistungsmerkmale zweier Policen tatsächlich gleichnamig zu machen, bedingt durch Beitragseinschlüsse, die ein Produkt von dem anderen unterscheiden. Diese Politik der Differenzierung in Verbindung mit geringer Transparenz ist vergleichsweise üblich bei Versicherungen.


Einfach lassen sich Lebensversicherungen vergleichen, allerdings nur in ihrer ursprünglichen Form als Versicherung für den Todesfall. Solche auch als Risiko-Lebensversicherung bezeichneten Policen bieten sich zur Absicherung insbesondere an, wenn bestehende oder künftige höhere Verbindlichkeiten abgesichert werden sollen, beispielsweise als Absicherung der Hinterbliebenen in Höhe des Volumens einer Immobilienfinanzierung.

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Mittwoch, 7. November 2012

Vergleich von Finanzierungen

Das Schöne an Finanzierungen ist im Allgemeinen, anders als bei Versicherungen, dass man sie grundsätzlich gut miteinander vergleichen kann, zumindest was einen Preis-Leistungs-Vergleich angeht. Während zwei oder mehrere Angebote von Versicherungsgesellschaften über eine spezielle Form der Absicherung oder einen Vorschlag hinsichtlich der privaten Altersvorsorge es quasi unumgänglich machen, einen detaillierten Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die Besonderen Versicherungsbedingungen, auf das Produktinformationsblatt und den individuellen Versorgungsvorschlag zu werfen, geht dies bei Finanzierungen grundsätzlich leichter vonstatten. Das maßgebliche Augenmerk ist auf die Konditionen zu legen, sofern man sich vergewissert hat, dass die grundsätzlichen Bedingungen der Kredite bzw. Darlehen keine wesentlichen Unterschiede beinhalten.


Wenn man sich im Vorfeld gut informiert hat und sich im Klaren über die gängige Bandbreite die Zinssätze betreffend ist, sollte man stutzig werden, wenn man Angebote findet, die mit Superzinsen im Vergleich zu gängigen Konditionen ausgestattet sind. Eine Variante, mit denen insbesondere Unternehmen bisweilen konfrontiert werden, betrifft Finanzierungen in Fremdwährung. Auf CHF- oder Yen-Basis stellen sich die Zinssätze in der Tat grundsätzlich noch niedriger und damit günstiger dar als bei einer EUR-Finanzierung auch mit Sonderkonditionen. Was Anbieter hierbei mitunter nicht offensiv kommunizieren, ist das Wechselkursrisiko. Dieses kann das entsprechende Darlehen bei ungünstiger Entwicklung nicht unerheblich verteuern. Im Zweifel können Unternehmen bei derartigen Entscheidungen eine unabhängige Unternehmensberatung zu Rate ziehen, um beispielsweise den Break-Even-Point zu ermitteln und damit das mit dieser Form der Finanzierung verbundene Risiko besser quantifizieren zu können.

Nicht stutzig machen sollten hingegen die Zinssätze von öffentlichen Darlehen, wie sie bei einer privaten Baufinanzierung, eine gute Beratung vorausgesetzt, vielfach zum Einsatz kommen. Der Grund für die im Vergleich konkurrenzlos günstigen Zinssätze liegt in der sozialpolitischen Motivation des Staates, über spezielle Förderinstrumente und -institutionen den Weg in die eigenen vier Wände für breite Bevölkerungsschichten zu ebnen.

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Dienstag, 23. Oktober 2012

Traditionelle Vororge im Wandel

Eine kapitalbildende Lebensversicherung stellt ein traditionelles Produkt zum langfristigen Vermögensaufbau und einen vielfach genutzten Baustein in der privaten Altersvorsorge dar. Neben der Abdeckung des Todesfallrisikos werden die Beiträge überwiegend zur Kapitalbildung angelegt. Abgesehen von Produktgattungen moderner Art wie insbesondere Fondspolicen wird bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung auch die Kapitalanlage durch die Versicherungsgesellschaft vorgenommen. Der Sparanteil der Versicherungsprämie fließt in den sogenannten Deckungsstock des Versicherungsunternehmens. Die angelegten Gelder werden nach konservativen Gesichtspunkten unter Beachtung des Prinzips der Risikostreuung angelegt. Traditionell besteht der Deckungsstock zu einem wesentlichen Anteil aus festverzinslichen Wertpapieren von Emittenten sehr guter Bonität. Aktienanlagen sind ebenso möglich, die gesetzlich festgelegte Obergrenze von maximal 30% Aktien wird in der Praxis jedoch in aller Regel bei weitem nicht ausgeschöpft. Entsprechendes gilt für bestimmte Fonds, in die Versicherungen nur begrenzt investieren dürfen.


Im Ergebnis stellt eine klassische Lebensversicherung eine sicherheitsorientierte langfristige Geldanlageform dar. Verlustrisiken sind aufgrund der Solvenz der Versicherungsunternehmen und ergänzender staatlicher Sicherungssysteme praktisch ausgeschlossen. Vielmehr werden die Sparbeiträge mit einem staatlich festgelegten Garantiezinssatz verzinst. Dieser beträgt seit 2012 nur noch 1,75% p.a.

Angesichts der historisch niedrigen Zinsen, die eine Baufinanzierung ungeahnt günstig werden lassen, ist es jedoch bereits eine Herausforderung, eben diesen Garantiezins mit konventionellen und vor allem sicheren Formen der Geldanlage zu erwirtschaften. Nicht zuletzt aus diesem Grund rücken vermehrt moderne Varianten der Lebens- und Rentenversicherung in den Fokus, die die Sparbeiträge der Versicherungsnehmer in Fonds anlegen.

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Freitag, 19. Oktober 2012

Sind die Kosten angemessen?

Niemand zahlt gerne zu viel. Bei Versicherungen ist dies nicht anders. Allerdings tun sich bei näherer Betrachtung zahlreiche Möglichkeiten auf, die zu einer Senkung der Versicherungskosten führen können.


Ein reiner Preisvergleich zwischen zwei oder mehreren Versicherungsangeboten wird jedoch grundsätzlich dadurch erschwert, dass Versicherungen insgesamt als vergleichsweise intransparente Produkte anzusehen sind. Entsprechend ist es oftmals schwierig, einen angemessenen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen zu können, ohne einen externen Fachmann zu Rate zu ziehen. Der Gesetzgeber hat zwar durch mehrere Maßnahmen wie die Vorschrift über die Erstellung eines Versicherungsprotokolls oder die Einführung eines Produktinformationsblattes mit den wesentlichen Bestandteilen des Versicherungsvertrages ergriffen, dennoch besteht ohne die Inanspruchnahme der Dienste insbesondere von unabhängigen Finanzdienstleistern ein gewisses Risiko, quasi Äpfel mit Birnen zu vergleichen und bestehende Sparpotenziale außer Acht zu lassen.

Grundsätzlich sollte man durchweg teure Ratenzuschläge vermeiden, die bei einigen Versicherungssparten von manchen Versicherungsgesellschaften erhoben werden, sofern die Prämienzahlung nicht jährlich, sondern in einem unterjährigen Turnus erfolgt. Eine vielfach gegebene Möglichkeit, die Versicherungskosten zu senken, besteht in dem Verzicht auf häufig teure und gleichzeitig unnütze Zusatzoptionen zu Versicherungsverträgen wie beispielsweise einen doppelten Unfalltodzusatzschutz. Wird beispielsweise zur Todesfallabsicherung in Zusammenhang mit einer Baufinanzierung eine Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen, ist es letztlich egal, ob der Leistungsfall durch Unfall oder andere Gründe eintritt. Wichtig ist lediglich, dass die Versicherungssumme in Einklang mit der Höhe der aufgenommenen Immobilienfinanzierung steht. Wer sich von teuren Versicherungen trennen möchte oder bestehende Policen nicht mehr benötigt, kann auch langlaufende Verträge zum Ende des dritten Versicherungsjahres kündigen.

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Donnerstag, 6. September 2012

Ohne Überschussbeteiligung, trotzdem interessant

Eine private Rentenversicherung oder eine kapitalbildende Lebensversicherung, die zur langfristigen Vermögensbildung oder für die private Altersvorsorge abgeschlossen wird, vergütet jährlich in aller Regel eine Überschussbeteiligung. Wenn dies nicht der Fall ist, war entweder das abgelaufene Geschäftsjahr der Versicherungsgesellschaft nicht besonders ertragreich oder es ist grundsätzlich in den Versicherungsbedingungen festgelegt, dass der Kunde keine jährliche Überschussbeteiligung erhält. Letzteres ist, oberflächlich betrachtet, nachteilig. Wenn es allerdings nur deshalb keine Überschussbeteiligung gibt, weil der Kunde sämtliche Erträge erhält, die die Police (nach Abzug von Kosten) erwirtschaftet, kann man von einer überaus fairen Vorgehensweise sprechen. Üblich ist dies bei sogenannten Fondspolicen, also kapitalbildenden Versicherungen, deren Sparanteil in Fonds angelegt wird. Gegenüber einer Direktanlage in Investmentfonds fallen, auch wenn Versicherungsgesellschaften als Großanleger in der Regel die Fonds ohne Ausgabeaufschlag erwerben können, höhere Kosten an, dafür gibt es allerdings auch steuerliche Vorteile in der Sparphase. Außerdem lässt sich mittels einer Rentenzahlung das Langlebigkeitsrisiko absichern.

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Freitag, 22. Juni 2012

Berufsstarterbonus

Der frühe Vogel fängt den Wurm, auch bei der Altersvorsorge mit Riester. Berufsstarter verfügen über einen nur geringen finanziellen Spielraum. Meistens müssen von der Ausbildungsvergütung auch Miet- und sonstige Kosten bestritten werden. Dennoch besteht ein lukratives Angebot seitens des Staates, bereits mit sehr geringen Beträgen eine zusätzliche staatliche Förderung zu erhalten. Die Riester-Rente hat grundsätzlich den Nachteil, dass sie nur für die Stärkung der privaten Altersvorsorge geeignet ist, dennoch sollten insbesondere Berufsstarter sich frühzeitig hiermit vertraut machen und einen möglichst renditestarkes Angebot auswählen.


Im ersten Jahr der Berufstätigkeit reicht es bereits, lediglich den Sockelbetrag von 60 € auf seinen Riester-Vertrag einzuzahlen, was einem monatlichen Aufwand von lediglich 5 € entspricht, um einerseits den einmaligen Berufsstarterbonus von 200 €, andererseits die volle staatliche Altersvorsorgezulage von 154 € zu erhalten. Später kann der monatliche Betrag bei einem höheren Einkommen flexibel angepasst werden, um sich weiterhin die maximale Zulage zu sichern und die staatliche Förderung insgesamt durch Steuervergünstigungen zu optimieren. Hierzu ist kein weiterer Altersvorsorgevertrag notwendig. Der bestehende Riester-Vertrag wird lediglich flexibel an die individuellen Bedürfnisse angepasst. Möglich ist dies insbesondere, wenn man Fonds, die für die Riester-Rente als Sparplan zertifiziert sind, auswählt. Fondspolicen als Riester-Vertrag bieten ebenso wie Riester-Fonds nach allgemeinen Erfahrungen auf lange und sehr lange Sicht die höchsten Renditechancen, da sie zu einem maßgeblichen Anteil auf Aktien setzen. Gegen Ende der vereinbarten Laufzeit, wenn der Beginn des Ruhestands zunehmend in Blickweite gelangt, wird grundsätzlich automatisch auf risikolosere Anlagen umgeschichtet, um Verluste auf der Zielgeraden minimieren zu können. In aller Regel sind fondsgebundene Versicherungen allerdings mit höheren Kosten für den Anleger belastet als reine Riester-Fonds, die als Sparplan zur Verfügung stehen.

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Montag, 30. Mai 2011

Vermögensbildung

Mit Riester lässt sich auf zweierlei Art Vermögen bilden: Entweder man spart oder man reduziert Schulden, was netto denselben Effekt hat. Allerdings ist, um mitmachen zu können bei der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge Voraussetzung, dass man zum geförderten Personenkreis zählt. Dies trifft bei Arbeitnehmern und Beamten zu, ohne dass es hierbei Einkommensgrenzen gibt, die zu beachten wären. Schwieriger kann es bei Selbstständigen sein; im Detail kann dies beispielsweise bei einer unabhängigen Unternehmensberatung geklärt werden, inwieweit die Riester-Förderung gesichert werden kann.
Wenn man zum geförderten Personenkreis zählt, was sich übrigens Jahr für Jahr neu bemisst, ist zu entscheiden, wie man Riester nutzen möchte: Zum Tilgen bestehender Schulden durch eine bestehende Baufinanzierung oder zum langfristigen Sparen mit dem Ziel, eine zusätzliche Rente zu generieren. Zum Sparen stehen als Instrumente sowohl Versicherungen als auch Fonds- und Banksparpläne zur Auswahl. Wohn-Riester als Tilgungsvariante ist dann ein probates Mittel, wenn man Eigenheimbesitzer ist oder es sehr zeitnah werden möchte. Bei einer bereits laufenden privaten Immobilienfinanzierung kann man diesen Joker auch später ziehen, beispielsweise nach Auslaufen einer Zinsbindungsvereinbarung anlässlich der Neuverhandlung einer Anschlussfinanzierung.

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Freitag, 27. Mai 2011

Gesamtverzinsung

Wenn man liest, die Gesamtverzinsung einer Lebensversicherung sei höher als der Zinssatz für sichere Geldanlagen, klingt das gut, ist auch richtig, nur leider ein Fall von Äpfel-mit Birnen-vergleichen. Denn: Die Gesamtverzinsung bezieht sich nicht prozentual auf die gesamte Versicherungsprämie, sondern nur auf deren (niedrigeren) Sparanteil nach Abzug der Kosten, hat entsprechend nur entfernt etwas mit der Rendite zu tun. Womöglich ist sie ein brauchbares Kriterium, um gute von weniger guten Lebensversicherungen unterscheiden zu können. Spätestens beim Vergleich mit alternativen Formen der Geldanlage, ob mit oder ohne Versicherungen, wird die Gesamtverzinsung zunehmend unbrauchbarer, zumal sie sich ohnehin Jahr für Jahr ändert und für die Zukunft nicht garantiert, sondern nur prognostiziert wird. Bleibt man bei kapitalbildenden Versicherungen, sollte man unbedingt vor einer (langfristigen!) Entscheidung auch gute und preiswerte Fondspolicen sowie Riester, die staatlichen geförderte private Altersvorsorge, eingehend prüfen und in Betracht ziehen. Nicht nur wegen allgemein seit Jahren rückläufiger Gesamtverzinsungen von Lebensversicherungen.

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Montag, 16. Mai 2011

Lohnen Lebensversicherungen?

Ob sich Lebensversicherungen weiterhin für Versicherte lohnen, hängt von deren Zielsetzung ab. Eine reine Risiko-Lebensversicherung lohnt immer dann – bzw. ist bei gesundem Menschenverstand eigentlich unentbehrlich –, wenn es gilt, ein finanzielles Desaster, das auf Hinterbliebene zukommen würde, abzusichern. Ein Beispiel ist eine Baufinanzierung, die nach dem Tod des Alleinverdieners von den Angehörigen nicht mehr bedient werden könnte. Bei kapitalbildenden Lebensversicherungen sieht dies anders aus: Die Renditen der Versicherungen sinken seit Jahren, was vornehmlich zusammenhängt mit dem rückläufigen Ergebnis aus Kapitalanlagen, das die Versicherungen erwirtschaften konnten oder zumindest in Form der jährlichen Überschussbeteiligung an die Kunden weitergegeben wurde. Ab kommendem Jahr wird der gesetzliche höchstens zulässige Garantiezins sinkt, wobei hierdurch lediglich die Entwicklung der letzten Jahre – historisch niedrige Zinsen über einen längeren Zeitraum – nachvollzogen wird. Neuabschlüsse noch 2011 sind also attraktiver, als bis 2012 zu warten. Bevor man allerdings noch 2011 eine Lebensversicherung zum Zwecke des langfristigen Vermögensaufbaus bis hin zur Stärkung der privaten Altersvorsorge abschließt, sollte man sich in jedem Fall gut über mögliche Alternativen für die langfristige regelmäßige Geldanlage informieren. Als konservativer Anleger mag man sich besonders für Garantieleistungen interessieren, die in vielen privaten Rentenversicherungen, auch in einigen Fondspolicen ein Mindestkapital absichern. Für chancenorientiertere und risikobewusstere Anleger wären eher Sparpläne in Fonds ohne Ausgabeaufschlag eine Option.

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Mittwoch, 11. Mai 2011

Versicherungen rund ums Haus

Das Eigenheim muss versichert werden. Nämlich gegen Feuer (Pflichtversicherung, genauso wie die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung und die Kfz-Haftpflicht). Vernünftige Menschen belassen den Schutz ihrer eigenen vier Wände nicht hierbei, sondern schließen eine sogenannte verbundene Wohngebäudeversicherung ab. Entsprechend erhält man Schutz auch gegen Risiken, die durch Sturm, Wasser, Hagel und vieles mehr entstehen und finanziell ebenfalls erheblich zu Buche schlagen können. Bei einem klassischen Hausbau und der dazugehörigen Baufinanzierung beginnt das Schutzbedürfnis natürlich schon vorher, so dass eine Feuer-Rohbauversicherung abzuschließen ist. Auch eine Bauherrenhaftpflichtversicherung kommt in diesen Fällen zum Einsatz. Im weiteren Sinne zu den Versicherungen rund ums Haus zählt auch die Risiko-Lebensversicherung. Sie sichert nicht die Immobilie, sondern die zugrunde liegende Finanzierung ab. D.h., es wird gewährleistet, dass im Falle des Todes einer der Eigentümer – insbesondere bei Familien des Allein- oder Hauptverdieners – die Hinterbliebenen nicht zu einem Notverkauf gezwungen sind oder das Haus gar unter den Hammer kommt. Da die monatliche Belastung aus dem restlichen Einkommen und gegebenenfalls durch Transferzahlungen häufig nicht bestritten werden könnte, empfiehlt es sich insoweit, hier entsprechende Vorsorge zu treffen. Anders als bei einer Wohngebäudeversicherung, die hinsichtlich der Ausstattung bzw. des Versicherungsumfangs in zahlreichen Varianten und Paketlösungen vorhanden ist und angeboten wird, kommt es bei der Risiko-Lebensversicherung im Grunde nur auf den Preis an bei der Auswahl unter mehreren Angeboten. Bei Versicherungen rund ums Haus können natürlich auch Gewerbeimmobilien betroffen sein; in diesen Fällen weiß häufig eine Unternehmensberatung Rat.

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Mittwoch, 2. Februar 2011

Risikoschutz bei einer Finanzierung

Lebensversicherungen können in Zusammenhang mit einer Baufinanzierung eine Rolle spielen. Eine reine Risikolebensversicherung ist die deutlich preisgünstigere Variante im Vergleich zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung, da sie lediglich das Todesfallrisiko des Versicherungsnehmers bzw. der versicherten Person während der Vertragslaufzeit absichert. Sie wird häufig eingesetzt, um Familienangehörige im Falle des Ablebens des Allein- oder Hauptverdieners dahingehend abzusichern, dass bestehende finanzielle Verpflichtungen weiterhin bedient werden können. Entsprechend werden Risikolebensversicherungen vielfach anlässlich des Erwerbs der eigenen vier Wände abgeschlossen, um im Falle eines Falles den finanziellen Ruin bzw. die Zwangsverwertung der Immobilie abwenden zu können. Sparen lässt sich bei den Versicherungsprämien deutlich, indem ein Tarif mit fallender Versicherungssumme gewählt wird. Die Absicherung passt sich somit dem ausstehenden Risiko in Form der noch nicht getilgten Restschuld der Finanzierung an. Dieses Prinzip verfolgen auch (allerdings wesentlich teurer) sogenannte Restschuldversicherungen, wie sie bisweilen für Ratenkredite und Anschaffungsdarlehen angeboten bzw. verkauft werden.

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Dienstag, 2. März 2010

Wohngebäudeversicherung mit Sparpotenzial

Alle Versicherungen lassen sich nach der jüngsten Reform des Versicherungsvertragsgesetzes spätestens zum Ende einer Laufzeit von drei Jahren küngigen. Hausbesitzer sollten in diesem Zusammenhang beizeiten über ihre Wohngebäudeversicherung nachdenken und sich vergewissern, dass ihr Eigenheim auch preiswert versichert ist. Die Versicherungsbedingungen der einzelnen Versicherungsgesellschaften sind, grob gesagt, recht einheitlich. Die Prämien unterscheiden sich jedoch zum Teil beträchtlich.

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Montag, 15. Februar 2010

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Dread Disease Versicherung (Absicherung gegen schwere Krankheiten) verfolgt einen anderen Ansatz als die Berufsunfähigkeitsversicherung. Anstelle einer Rente leistet der Anbieter im Falle des Eintritts des Versicherungsfalles eine steuerfreie Einmalzahlung.
Die Produktkategorie ist noch relativ jung auf dem deutschen Markt. Meist wird sie als Basis- bzw. Grundabsicherung empfohlen, manchmal jedoch auch als “B-Lösung“ herangezogen, falls eine umfassende Berufsunfähigkeitsabsicherung im Einzelfall nicht realisierbar ist. Dies trifft insbesondere auf Angehörige von Berufsgruppen zu, die keinen oder keinen bezahlbaren BU-Schutz erhalten (z.B. Künstler, Berufssportler). Auch Personen, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, zum Beispiel Hausmänner und -frauen, können mit einer Dread Disease Versicherung eine umfassende persönliche Vorsorge sicherstellen.
Da es nicht auf die berufliche Risikogefährdung ankommt, spielen Berufsgruppeneinstufungen bei dieser Versicherung keine Rolle. Vielmehr steht der allgemeine Gesundheitszustand im Vordergrund: Vorerkrankungen werden ebenso bei der Beurteilung des kalkulatorischen Risikos herangezogen wie Gesundheitsgefährdungen durch Tabak- oder sonstigen Drogenkonsum.

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