Montag, 2. Mai 2011

Optimierung der Finanzierung

Ein Ratenkredit kann durchaus für kleinere inhabergeführte Unternehmen und beruflich Selbstständige von Interesse sein, wenn das Volumen der benötigten Finanzierung überschaubar ist. Beispielsweise bei einer Existenzgründung mit einem vergleichsweise geringen Kapitalbedarf kann ein Ratenkredit im Vergleich zu einer Finanzierung durch Lieferantenkredite oder Inanspruchnahme des Dispos bzw. der betrieblichen Kontokorrentkreditlinie eine günstigere und somit vernünftige Alternative darstellen.
Im Kern liegt der Unterschied zwischen einem Ratenkredit und einem Darlehen, der gängigen Form der Fremdkapitalaufnahme für betriebliche Finanzierungen des Anlagevermögens, insbesondere in den unterschiedlichen Mindestbeträgen, bisweilen auch in den Konditionen beider Finanzierungsvarianten. Während Ratenkredite, zumindest für Privatkunden, in aller Regel in standardisierter Form vergeben werden, werden Darlehen meist individueller kalkuliert. Für Unternehmen und Selbstständige gilt allerdings im Vergleich zu Arbeitnehmern die Besonderheit, dass die Bonitätsprüfung nicht nur bei Antragstellung, sondern grundsätzlich, abgesehen von kleineren Kreditbeträgen, die allerdings etwa bei einer Existenzgründung häufig für die benötigten Anfangsinvestitionen ausreichen, auch laufend erfolgt. Dies vollzieht sich dadurch, dass Jahresabschlüsse und/oder betriebswirtschaftliche Auswertungen seitens des Kreditnehmers einzureichen sind. Die Absicherung eines Darlehens oder eines Ratenkredites an Selbstständige ist in aller Regel ebenfalls abweichend von einem herkömmlichen Kredit, wie er an Arbeitnehmer zur Anschaffung von Konsumgütern oder auch zur freien Verwendung vergeben wird. Grundsätzlich sind Kreditsicherheiten, wie auch die Zinssätze, im Geschäft mit Firmenkunden tendenziell Verhandlungssache. Beide Elemente hängen allerdings auch voneinander ab: Je besser ein Kredit abgesichert ist, desto günstigere Konditionen in Form niedrigerer Zinssätze kann ein Kunde grundsätzlich im Vergleich zu einer ungesicherten Finanzierung, einem sogenannten Blankokredit, erwarten. Eine unabhängige Unternehmensberatung mit Expertise in Fragen rund um die betriebliche Finanzierung kann helfen, durch eine Analyse bestehender Kreditverträge und unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten unter Umständen die Finanzierungskosten nicht unerheblich günstiger zu gestalten.

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Freitag, 4. März 2011

Funktionieren Privatkredite ohne Schufa?

Um die Kreditwürdigkeit eines Kunden beurteilen zu können, greifen Kreditinstitute bei der Entscheidung, ob ein Kredit vergeben werden soll, unter anderem auf die Schufa-Auskunft des Antragstellers zurück. Anhand der gespeicherten Daten erhält das jeweilige Kreditinstitut einen Einblick über bestehende und erledigte finanzielle Verpflichtungen, die der Schufa von anderen Vertragspartnern gemeldet wurden. Dies können bestehende Ratenkredite bei anderen Banken, Leasingverträge oder auch Kreditkarten sein. Auch Negativmerkmale wie Insolvenzverfahren sind darüber hinaus ersichtlich. Bei einem “Kredit ohne Schufa“ könnte eine Bank wesentliche Aspekte, die für die Kreditentscheidung von Bedeutung sind, nur erraten bzw. wäre auf eine wahrheitsgemäße Selbstauskunft des Kunden angewiesen. Es ist weder banküblich noch realistisch, Kredite zu vergeben, bei denen nicht geklärt ist, inwieweit Negativmerkmale wie die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, Pfändungen, Haftanordnungen, Insolvenzverfahren, Kreditkündigungen durch Kreditinstitute, bedeutende Ratenrückstände bei einem Ratenkredit oder Leasingvertrag und ähnliches bestehen.

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Mittwoch, 2. März 2011

Prolongation

Unter einer Prolongation versteht man allgemein die Verlängerung eines Kredites. Mitunter kann es sich hierbei um die Verlängerung von ursprünglich befristet vergebenen Kreditlinien handeln. Diese werden nicht selten zwischen Kreditinstituten und Geschäftskunden, also Unternehmen und Selbstständigen, vereinbart. Hierbei steht in aller Regel eine erneute Bonitätsprüfung des Kreditnehmers anhand einzureichender Geschäftszahlen an, etwa in Form von Jahresabschlussunterlagen oder unterjährigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Von dem Ergebnis dieser Unternehmensanalyse hängen sodann die weiteren Kreditkonditionen ab.
Der häufigere Fall einer Prolongation tritt dann ein, wenn der jeweilige Kredit zwar nicht durch Befristung oder vollständige Tilgung erledigt ist, jedoch die getroffene Zinsvereinbarung zwischen Kreditinstitut und Kunde ausläuft. Dies ist insbesondere bei langfristigen Darlehen für eine Baufinanzierung regelmäßig der Fall. Eine Immobilienfinanzierung erstreckt sich nicht selten über einen Zeitraum von über 30 Jahren. Üblicherweise werden die Konditionen zwischen Kunde und Bank bzw. Sparkasse über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren fest vereinbart. In einigen Fällen werden auch Zinsbindungen von 15 Jahren von Kreditinstituten angeboten. In jedem Fall werden nach Ablauf der Zinsbindungsfrist neue Verhandlungen über die Zinssätze für die weitere Darlehenslaufzeit erforderlich.
In der Praxis vollzieht sich dies jedoch häufig dergestalt, dass dem Kunden von Seiten des Kreditinstituts ein Angebot zur Verlängerung des Darlehens zu den dann gültigen Standardkonditionen übersandt wird, ohne dass hierbei die bei bisheriger einwandfreier Geschäftsverbindung nachgewiesene Bonität des Kunden Berücksichtigung findet. Jeder Kreditnehmer ist gut beraten, bei einer Prolongation alternative Vergleichsangebote, vorzugsweise über unabhängige Finanzberater, die mit diversen Kreditinstituten zusammenarbeiten, einzuholen, um das nicht unerhebliche Sparpotenzial durch eine zinsgünstigere Anschlussfinanzierung ausschöpfen zu können.

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Freitag, 23. Juli 2010

Bonität

Die Bonität eines Kunden stellt das maßgebliche Kriterium bei der Kreditvergabe dar. Die Entscheidung, ob, zu welchen Bedingungen und zu welchen Konditionen ein Kredit vergeben wird, richtet sich in erster Linie nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Kunden. Hierbei stellt sich die Bank oder Sparkasse die Frage, inwieweit der Kunde entsprechend seiner Einkommens- und Vermögensverhältnisse voraussichtlich in der Lage sein wird, die bestehenden und durch die Neukreditvergabe hinzukommenden finanziellen Verpflichtungen vereinbarungsgemäß und planmäßig zu begleichen. Daneben fließt in die Bonität auch die persönliche Kreditwürdigkeit ein. Anhaltspunkte dafür, dass diese zweifelhaft sein könnte, finden sich mitunter in Negativmerkmalen in der Schufa-Auskunft. Für die Prüfung der Bonität benötigen Kreditinstitute eine Selbstauskunft, eine Schufa-Auskunft, Verdienstbescheinigungen und aktuelle Kontoauszüge, bei einer Baufinanzierung zusätzlich auch Objektunterlagen. Falls es sich hierbei nicht um eine Vollfinanzierung handelt, sind auch Nachweise über vorhandene Eigenmittel, die in die Finanzierung einzubringen sind, erforderlich.

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