Mittwoch, 9. März 2011

Sparbuch - ja oder nein?

Ein Sparbuch zeichnet sich dadurch aus, dass Einzahlungen täglich nach eigenem Ermessen in beliebiger Höhe möglich sind. Für Auszahlungen hingegen gilt diese unbegrenzte Flexibilität nur mit geringen Einschränkungen.
Grundsätzlich wird unter “dem Sparbuch“ die klassische Form der Geldanlage verstanden, die mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist für den Kunden verbunden ist. Allerdings sind Beträge von bis zu 2.000 € monatlich als Freibetrag hiervon ausgenommen, also täglich verfügbar. Wird dieser Betrag überschritten, werden Vorschusszinsen zu Lasten des Kontoinhabers berechnet. Sie betragen ein Viertel der Guthabenzinsen. Es kommt also bei höheren Auszahlungen im Ergebnis zu einer Zinskürzung, jedoch nicht zu Kapitalverlusten.
Dennoch kann dieser Aspekt der leicht eingeschränkten Flexibilität ein ausschlaggebender Punkt sein im Vergleich zu alternativen Möglichkeiten der verzinslichen Anlage von Liquiditätsreserven wie Tagesgeld, Kreditkartenkonto oder Geldmarktfonds. Letztere sind mitunter mit einem geringen Ausgabeaufschlag versehen, nicht jedoch, wenn man über unabhängige Finanzberater kauft, die einen Fonds Rabatt einräumen.

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Mittwoch, 12. Januar 2011

Vorsicht bei Modethemen für die Geldanlage

Anleger sollten den Anteil an Fonds, die spezielle Trends aufgreifen, nicht zu hoch gewichten. Es besteht das Risiko, dass diese Themenfonds überdurchschnittlich stark schwanken, der nachhaltige herausragende Erfolg jedoch ausbleibt. Beispielsweise Investments rund um das Thema Erneuerbare Energien können als Beimischung durchaus von Interesse sein, wie auch Anlagen in Fonds, die gezielt in den Bereich Infrastruktur investieren. Dennoch sollte der Grundstock in breit streuende Basisinvestments angelegt werden. Dies mindert die Verlustrisiken ungemein, die im Worst Case dann auftreten, wenn Trend oder Thema sich erschöpfen und deutlich wird, dass die Preise in der Vergangenheit bereits stark überzogen waren (vgl. in der Vergangenheit Internet oder Biotechnologie). Auch sollte der Anteil an Aktienfonds grundsätzlich nicht zu hoch bemessen werden. Je kürzer die geplante Anlagedauer ist, desto eher bietet es sich an, Mischfonds in Betracht zu ziehen. Eine Alternative wären auch gute Fondspolicen, die ein automatisches und kostenloses Ablaufmanagement beinhalten, zum Ende der Laufzeit hin das Risiko somit planmäßig und systematisch reduzieren.

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Montag, 29. November 2010

Klassische Vermögensverwaltung

Gemischte Fonds sind als klassisches Instrument der Vermögensverwaltung die älteste Form des Investmentfonds. Wie alle offenen Fonds sind sie dadurch gekennzeichnet, dass sie das Kapital verschiedener, in der Regel sehr vieler Anleger aufnehmen und entsprechend den Statuten in verschiedene Wertpapiere investieren. Die Anteilseigner erwerben gemeinschaftliches Bruchteilseigentum an den Vermögensgegenständen. Sofern sie in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind, unterliegen sie der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie sind als Sondervermögen konzipiert, fallen entsprechend im Falle der Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft nicht in die Insolvenzmasse. Die Vermögenswerte der Anleger sind mithin vor dem Zugriff Dritter geschützt. Die Verwahrung der Vermögenswerte erfolgt bei einer von der Investment- bzw. Kapitalanlagegesellschaft unabhängigen Depotbank, die auch die Käufe und Verkäufe von Wertpapieren ausführt und die Übereinstimmung der Transaktionen mit den Regularien entsprechend den Statuten des Investmentfonds überwacht.
Gemischte Fonds investieren sowohl in Aktien als auch in Anleihen, bisweilen auch in weitere Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe. Das Verhältnis zwischen den einzelnen Anlageklassen ist grundsätzlich flexibel. Der Aktienanteil erfährt jedoch in der Regel statutarisch eine festgelegte Obergrenze, um das Maximalrisiko festzulegen. Entsprechend werden je nach Risikogehalt defensive, ausgewogene, flexible und dynamische Mischfonds unterschieden.

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Donnerstag, 11. November 2010

Private Rentenversicherung

Eine private Rentenversicherung ist neben der selbstgenutzten Immobilie der klassische Weg für den langfristigen Vermögensaufbau bzw. die private Altersvorsorge. Im Zuge der zunehmenden Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung haben private Rentenversicherungen zur Schließung von Lücken bei der Altersvorsorge weiterhin an Bedeutung gewonnen.
Im Unterschied zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung ist die private Rentenversicherung mit keinem speziellen Todesfallschutz ausgestattet, der im Falle des Ablebens des Versicherungsnehmers bzw. der versicherten Person während der Vertragslaufzeit eine vereinbarte Versicherungssumme zur Auszahlung bringen würde. Da diese Kosten für die Absicherung des Todesfallrisikos entfallen, bietet eine Rentenversicherung im Gegenzug eine höhere Rendite im Vergleich zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung.
Ansonsten bestehen viele Gemeinsamkeiten zwischen Rentenversicherungen und Lebensversicherungen. Rentenversicherungen werden sowohl “klassisch“ (mit einer Anlage der Sparbeiträge im Deckungsstock der Versicherungsgesellschaft) als auch fondsgebunden (mit einer Anlage in Fonds) angeboten. Der Staat fördert den Abschluss privater Rentenversicherungen auf diversen Wegen: Je nach Ausstattung des jeweiligen Versicherungsvertrages – Basis-Rente, Riester-Rente, Direktversicherung oder konventionelle Rentenversicherung – kommen steuerliche und/oder sozialversicherungsrechtliche Vergünstigungen, Zuschüsse sowie Schutz- und Sicherungsmaßnahmen zum Tragen.

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Freitag, 16. Juli 2010

An Nebenkosten sparen

Die wesentlichen Nebenkosten, die bei der Geldanlage mit Fonds anfallen, lassen sich in aller Regel sparen oder zumindest deutlich reduzieren. Es handelt sich um die Ausgabeaufschläge, die beim Fondskauf grundsätzlich anfallen. Sie betragen bei Aktienfonds meist um die 5 Prozent des Anlagebetrags, bei Rentenfonds im Schnitt ca. 3 Prozent. Finanzdienstleister, die ihre Sonderkonditionen an die Kundschaft weitergeben, ermöglichen entsprechend einen günstigeren Einkauf mit unmittelbarer Auswirkung auf die Rendite der Geldanlage. Weitere Nebenkosten entstehen durch die Depotgebühr, die die jeweilige Bank oder Kapitalanlagegesellschaft für Verwahrung, Verwaltung und Service erhebt. Hier bietet sich ein Depot mit Flatrate an, um die jährlichen Kosten nicht ausufern zu lassen.

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Freitag, 25. Juni 2010

Variable Geldanlage

Da man die Zinsen für kurzfristige Geldanlagen derzeit mit der Lupe suchen muss, liegt es nahe, sich längerfristig zu binden, um wenigstens einen etwas höheren Ertrag zu erzielen. Dies ist aber nicht ohne Risiko. Bei einem Anstieg der Zinsen ausgehend von dem derzeit historisch niedrigen Niveau können Anleger, die in ihren langfristigen Festgeldern oder Sparbriefen festsitzen, hiervon nicht profitieren; Besitzer von Anleihen erleiden Kursverluste, die sie aussitzen müssen. Eine nicht zu unterschätzende Alternative für kurzfristig verfügbare Beträge sind in diesem Szenario Geldmarktfonds. Diese Fonds profitieren tendenziell von steigenden Zinsen, da sie in kurzfristige Bankguthaben und Anleihen mit einer Restlaufzeit von max. einem Jahr investieren.

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Freitag, 21. Mai 2010

Förderung nicht verschenken

Wer bei dem Anbieter seines Riester-Vertrages keinen Dauerzulagenantrag gestellt hat, muss sich jedes Jahr aufs Neue um die Förderung bemühen, indem er einen Zulagenantrag auf Basis der Daten des abgelaufenen Jahres stellt. In den Genuss des Sonderausgabenabzugs kommt man nur, indem man die Bescheinigung des Anbieters über die geleisteten Beiträge der Anlage Vorsorgeaufwendungen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung beifügt. Die Verjährungsfrist beträgt hier nur zwei Jahre. Ohne Riester-Förderung sinkt die Rendite des Riester-Vertrages nicht unerheblich.

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Montag, 17. Mai 2010

Mischfonds

Wenn man sich nicht entscheiden kann zwischen (langfristig aussichtsreichen, aber kurz- und mittelfristig riskanten) Aktienfonds und Rentenfonds, bieten sich Mischfonds an. Diese Fonds investieren sowohl in Aktien als auch in Anleihen und können ihre Aktienquote, den maßgeblichen Einflussfaktor auf Rendite und Risiko, flexibel anpassen.

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